Lern- und Leistungsstörungen

Lernen wird allgemein bezeichnet, als Prozess der zur Vermehrung des eigenen Wissens und zu Verhaltensänderung aufgrund von Erfahrungen führt. Lernen lässt sich an der Verbesserung der Leistungen ablesen.
Bei einer Lern- und Leistungsstörung ist das Lernen aufgrund von unterschiedlichen Faktoren über einen längeren Zeitraum ungünstig beeinflusst (bei normalem IQ). Zu den wichtigsten Lern- und Leistungsstörungen zählen die Lese- Rechtschreibschwäche (LRS), Rechenschwäche (Dyskalkulie)

Lernen

Kinder haben ein natürliches Bedürfnis zu lernen und sind motiviert, ein altersentsprechendes Maß an Leistung zu erbringen. Dies gilt sowohl für Säuglinge als auch für Kindergarten- und Schulkinder. Mit zunehmender Entwicklung des Kindes verändert sich auch sein Lern- und Leistungsverhalten. Die Lernprozesse entwickeln sich zunächst aus dem Spiel heraus.
So werden je nach Alter bestimmte Lernleistungen entwickelt und durch Erfahrungen aus dem Bewegungs- Funktions- Symbol- Rollen- und Regelspiel, sowie dem Lernen am Modell, assoziatives Lernen und den sensomotorischen Stufen (nach Piaget) aufgebaut. Wenn die Spielentwicklung beim Kind ungünstig beeinflusst ist, so kann dies später negative Auswirkungen auf das schulische Lernen haben.

Das Lernen und Leisten ist gekoppelt an neurophysiologische und entwicklungspsychologische Grundlagen. Kinder sind unterschiedlich in ihrem Aufmerksamkeits- und Aktivierungsverhalten, in ihrer Motivation, Persönlichkeit und in der intellektuellen Grundausstattung. So lassen sich bereits im Säuglings- und frühen Kleinkindalter erhebliche Unterschiede zwischen den Kindern nachweisen (Remschmidt 1987).

Mögliche Ursachen für Lern- und Leistungsstörungen

Teilleistungsstörungen
• Entwicklungsstörungen
Wahrnehmungsstörungen

• Aufmerksamkeitsschwierigkeiten
• Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
• Lateralitätsprobleme
• Lernblockaden

emotionale Probleme und Verhaltensauffälligkeiten
• ungünstige Lernstrategien

Förderungen bei Lern- und Leistungsstörungen

• Optimierung von Lernen
• Aufbau von lernfördernden Strukturen
Verhaltenstherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (nach Dr. Jansen)
• Förderung von sensomotorischen Leistungen
• Förderung von entwicklungsbedingten Voraussetzungen des Lernens
• Förderung der Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung
• sozio- emotionale Stabilisierung